Bruichladdich Octomore 4
Seit kurzem gibt es die neueste Kreation von Bruichladdich in Österreich. 167ppm Phenol sind Rekord und "Laddie O4" ist damit der am stärksten getorfte Whisky der Welt.
Beim Öffnen der Flasche schlägt mir - kein Torf sondern Nuß entgegen.
Der Whisky fließt erstaunlich hell ins Glas. Das liegt wahrscheinlich an der relativ kurzen Verweildauer von "nur" fünf Jahren im Faß.
Die Nase nimmt auch jetzt, nach dem Einschenken, kaum Torf war, auf jeden Fall wesentlich dezenter als es 167ppm erwarten ließen. Leichte Noten dominieren hier, wenn auch verhalten.
Der erste Schluck bringt dann endlich die erwartete Torfnote, wenn auch wieder wesentlich dezenter als erwartet.
Der Nachklang ist eigentlich recht lang, wenn auch nicht so typisch Bruichladdich wie ich erwartet hätte.
Nach einigen Minuten im Glas machen sich plötzlich Fruchttöne breit, der Torf tritt komplett in den Hintergrund.
Mit drei Tropfen Wasser, in diesem Fall Wiener Hochquellwasser, wird daraus ein nahezu typischer Islay Whisky, mit wunderbaren Torfnoten und dem klassischen "Kickback".
Gesamt gesehen gefällt mir dieses Stückchen Islay recht gut, wenn auch das Rennen um den meisten Torf aus meiner Sicht keiner Fortsetzung mehr bedarf. Um mit der Werbung zu sprechen "Mehr geht nicht, echt nicht".

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